40 cm Breitseit - Lancierapparat

 S. M. Schiff «Kaiser Franz Josef I.».

Tafel XIV

 

     Dieser Apparat ist im Zwischendecke des Schiffes unter einem Backsungswinkel von 15° von der Dwarsrichtung nach vorne installiert, mit einer aus- und einholbaren Führungsschiene versehen und zur Lancierung von 40 cm Torpedos mit Pulverimpuls eingerichtet.
     Der Apparat ist mit einer Verschlusskappe versehen, welche durch das Verschieben der Führungsschiene geöffnet und beim Zurückholen derselben geschlossen wird.
     Das Lancierrohr besteht aus drei mit Flantschen und Schrauben miteinander verbundenen Theilen. Der vorderste Theil I (Fig. 1) ist an der Mündung excentrisch in einen innen mit Rippen versteiften Rohrstutzen rs eingegossen, welcher das Lancierrohr sammt der Öffnung für die Führungsschiene umfasst und sowohl das Lager für die vorderste Gleitrolle gr der Führungsschiene fs als auch jene für den Achsenbolzen der Verschlusskappe k trägt.
An der obersten Seite trägt die Mündungsfläche des Lancierrohres einen angegossenen Gabellappen gl (Fig. 1) zur Fixierung der Führungsschiene in der ausgeholten Lage derselben.
      Die rückwärtige, der Bordwand angepasste, abgeschrägte Fläche des Rohrstutzens rs wird mit Flantsche und Schraubenbolzen an der Bordwand befestigt.
     Der Vordertheil trägt vor der Verbindungsflantsche des Mittelstückes das vorderste Führungslager l
1 der Führungsschiene, welches an das Rohr angeschraubt ist.
     Das Mittelstück II hat vorne den Anguss zum Aufschrauben des Pressattelgehäuses P und rückwärts jenen für das Gehäuse der Antriebsvorrichtung ah, hinter letzterem ist der mittlere Lagersattel l
2 der Führungsschiene auf das Lancierrohr aufgeschraubt und seitlich hievon sind drei Ansätze vorhanden, von. denen zwei zum Anschrauben der Gelenkstücke zweier, das Mittelstück tragender Streben mit Spannvorrichtung bestimmt sind, während der dritte, obere, zum Anschrauben des vordersten Führungsständers für die Zugstange der Pressvorrichtung dient.
     Der Hintertheil III (Fig. 3) ist rückwärts durch eine Verschlussthüre normaler Construction geschlossen, wozu er die nöthigen Angüsse hat; überdies trägt er die Ansätze zum Anschrauben eines hohlen stählernen Trägers für das hinterste Führungslager l
3 der Führungsschiene, die Ansätze für die Gelenkstücke zweier seitlichen mit Spannvorrichtung versehener Streben st2 und jene für die Lagerung und Montierung des Arretierbolzens;* ferner sind noch Ansätze vorhanden für den Abfeuerungsmechanismus, zur Bethätigung der Aus- und Einholvorrichtung der Führungsschiene und zur Activierung und Desactivierung der Antriebs- und Pressvorrichtungen.
      Die Verschlusskappe k (Fig. 1) ist eine massiv gehaltene, im Innern versteifte Haube mit vorstehendem Innenrande; der dichte Abschluss wird, wie üblich, durch einen in die Ringnuth der Kappe eingepressten Kautschukring erzielt, der sich beim Anpressen der Kappe an den vorstehenden Rand der Mündung des Lancierrohres anlegt.                        Die Versteifungsrippe der Kappe hat oben einen klauenförmigen Ansatz a (Fig. 1). Dieser Ansatz hakt sich beim Zurückholen der Führungsschiene in einen Dorn d (Fig. 1 und 4) ein, welcher am Ende der Schiene angebracht ist, wodurch während des weiteren Einholens die Kappe an die Mündung des Lancierrohres angepresst wird.
     Die Verschlussthüre vt (Fig. 3) enthält im oberen Theile einen Ansatz mit zwei nebeneinander gelegenen Öffnungen zum Anschrauben der die beiden Pöller P und P
1 tragenden Pöllerplatte, an die obere ebene Fläche dieses Ansatzes ist der hintere Träger tg1 des Abfeuerungsgestänges angeschraubt.
     In die beiden Polier wird beim Klarmachen des Apparates je eine Messingpatrone eingeführt, welche die Pulverladung enthält. Diese Patronen werden nach dem Einsetzen der Frictionsbrandel durch je eine geschlitzte und mit Handhabe versehene Stoßplatte sp, die in entsprechenden Leisten der Pöllerplatte eingeschoben wird, versichert.
     Die Arretiervorrichtung besteht aus dem normalen Arretierbolzen ab, welcher in dem an der Unterseite des Lancierrohres angegossenen Gehäuse gelagert ist und in der üblichen Weise durch den Lancierhebel lh bethätigt wird. Der Achsenträger dieses letzteren ist an das Lancierrohr angeschraubt.
     Die Abfeuerungs-(Lancier-) Vorrichtung besteht aus dem Brandelarme ba, einem einarmigen  förmigen Hebel, dessen Drehungsachse im Träger tg
1 gelagert ist. Der untere wagrechte Theil des Brandelarmes hat an den Enden je einen Haken, gegen den sich bei eingesetztem Frictionsbrandel der Kopf des Frictionsdrahtes stützt. In der Mitte des verticalen Theiles ist auf einem Stift der hintere Theil der zweitheiligen Abfeuerungsstange as aufgeaugt. Dieser Theil ist in einer am Träger tg1 befindlichen Hülse gelagert und wird durch eine in dieser letzteren befindliche Spiralfeder gespannt erhalten, so dass der Brandelarm stets einen geringen Zug auf den Frictionsdraht ausübt. Der vordere Theil der Abfeuerungsstange ist im Lagerträger tg2 geführt und am vorderen Ende geschlitzt.
     Die Verbindung der Abfeuerungsstange mit dem Lancierhebel ist durch die Zugstange zg und den Winkelhebel wh in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise bewerkstelligt.
     Bethätigt wird die Arretier- und Abfeuerungsvorrichtung durch einen gleichmäßig kräftigen Zug des Lancierhebels nach aufwärts. Hiebei wird in der bekannten Weise der Arretierholzen zurückgezogen — desactiviert — und unmittelbar hierauf der Brandelarm gegen rückwärts gedrückt, indem der vordere Theil der Abfeuerungsstange sich gegen den hinteren stemmt und diesen nach rückwärts schiebt.
      Hört der Zug auf den Lancierhebel auf, so fällt dieser infolge seines Eigengewichtes wieder in die ursprüngliche Lage herab und activiert wieder den Arretierbolzen.
      Die Antriebsvorrichtung zeigt gegenüber der sonst gebräuchlichen nur insofern eine Neuerung, als der äußere Arm vom Achsenbolzen des Antriebshakens — wie aus Fig. 1 ersichtlich — mit dem Gestänge gekuppelt ist, welches die Verschlussthüre mit der Pressvorrichtung verbindet, so dass beim Öffnen der ersteren der Antriebshaken desactiviert, beim Schließen aber activiert wird.
     Die Pressvorrichtung P besteht aus der sogenannten Sattelbremse, deren Princip und Detailconstruction bereits bei der Beschreibung des Buglancierapparates S. M. Schiff «Maria Theresia» des näheren erörtert wurden.
     Die Führungsschiene dieses Apparates ist in ihrer Construction und Bethätigung wesentlich von allen Vorrichtungen zur Führung des Torpedos verschieden.
      Sie besteht aus einer stählernen Spindel mit einem eingeschnittenen rechtsgängigen, steilen Schraubengange — der Ausholschraube ar (Fig. 1, 3, 4, 7 und 9) — und dem längs dieser verschiebbaren Stahlrohre — dem Führungsrohre fr. — Das Führungsrohr ist mit einer T-Schiene fs verbunden, welche die Form einer gewöhnlichen Eisenbahnschiene besitzt. Gelagert ist die Führungsschiene in dem gebüchsten Lager l
3 des Trägers t1 und in den bei der Beschreibung des Lancierrohres erwähnten Lagern oberhalb dieses letzteren.
     In eingeholtem Zustande ruht die Führungsschiene derart auf ihren Führungslagern auf, dass die T- Schiene an die linke Seite des Führungsrohres zu liegen kommt (Fig. 1 und 9), wobei ihr äußeres Ende das Rohr überragt, der Dorn d horizontal liegt und den klauenförmigen Ansatz der Verschlusskappe erfasst. Wird die Führungsschiene ausgeholt, so schleift der erwähnte Dorn längs der Versteifungsrippe der Verschlusskappe, hebt diese und erhält sie bei weiterem Ausholen der Schiene in der geöffneten Stellung, indem die Kappe hiebei infolge ihres Eigengewichtes auf der Oberkante der Schiene und später auf dem Führungsrohre gleitet (Fig. 4).
      Gleichzeitig ist die Einrichtung getroffen, dass das Führungsrohr in dem Momente, als die T-Schiene mit ihrem rückwärtigen Ende frei vom Mündungsstutzen des Lancierrohres wird, um 90° von links gegen unten gedreht wird, so dass nun die T-Schiene derart zu liegen kommt, dass ihre Führungsnuth die genaue Fortsetzung jener des Lancierrohres bildet (Fig. 4) und der am Ende dieser Schiene angebrachte Dorn nach aufwärts ragt. Beim darauf folgenden geringen Zurückholen der Schiene schiebt sich ein Steg derselben in den an der Mündungsfläche des Rohres angegossenen Gabellappen gl ein und versichert dadurch die Schiene gegen seitliche Verschiebungen.
     Beim Einholen der Führungsschiene wird dieselbe vorerst so weit vorgeschoben, dass sie frei vom Gabellappen am Lancierrohre wird, hierauf um 90° verdreht und dann erst zurückgeschraubt, wobei sich die Verschlusskappe, sobald sie nicht mehr durch die Führungsschiene unterstützt wird, durch ihr Eigengewicht schließt und endlich durch den   Dorn d in der bereits beschriebenen Weise an das Lancierrohr angepresst wird.
     Die Aus- und Einholvorrichtung der Führungsschiene. Die Ausholschraube ar (Fig. 3) wird durch die Handkurbel HK bethätigt. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist nämlich auf die Drehungsachse der letzteren Hx das Kettenrad Kr
1 befestigt, welches mit dem zweiten auf das vierkantige Ende der Ausholschraube aufgesetzten Kettenrade Kr2 durch eine Gall'sche Kette, deren unterer Part über das am Lancierrohre gelagerte dritte, kleinere, Kettenrad Kr3 gelegt ist, in Verbindung steht.
     Durch die Drehung der Handkurbel nach einer oder nach der anderen Richtung im Vereine mit der im gelegentlichen Momente in Action tretenden Kuppelungsvorrichtung, welche am rückwärtigen Ende der Führungsschiene angebracht ist, werden alle die im Vorstehenden erwähnten, zum Aus- und Einholen der Führungsschiene und zum gleichzeitigen Öffnen und Schließen der Verschlusskappe dienenden Bewegungen derselben bewirkt.
     Diese Kuppelungsvorrichtung hat folgende Einrichtung:
Im rückwärtigen Ende der Führungsschiene fr ist ein Bronzekopf fk (Fig. 1 und 7) eingesetzt, der mit seinen Befestigungsschrauben 1 und 2 gleichzeitig die Mutter für die Ausholschraube ar bildet. Quer ober der letzteren ist im Kopfe fk, in einer Nuth verschiebbar, der Kuppelungsriegel kr gelagert. Die Form dieses Riegels ist aus Fig. 6 und 7 zu entnehmen; er ist aus Stahl hergestellt und gehärtet. Seine Seitenverschiebung wird durch zwei eingeschraubte Grenzstifte gs, die in zwei Schlitzen geführt sind, begrenzt. Damit die Ausholschrauben nach Bedarf die Längsverschiebung der Führungschiene bewirken oder als einfache Transmissionswelle functionieren könne und somit bei ihrer Drehung auch die Führungsschiene entsprechend gedreht werde, hat der Kuppelungsriegel an seiner unteren Seite einen segmentförmigen Ausschnitt. Steht der Riegel in der Mittelstellung, so übergreift dieser Ausschnitt die Ausholschraube und letztere kann mithin selbständig gedreht werden; ist der Riegel aber derart verschoben worden, dass er in eine entsprechenden Orts in die Ausholschraube eingeschnittene Ausnehmung eingreift, so müssen sich Ausholschraube und Führungsschiene gleichzeitig und im gleichen Sinne drehen.
     Die Verschiebung des Kuppelungsriegels bei den verschiedenen Lagen der Führungsschiene wird durch folgende Vorrichtung bewirkt:
      Vor dem Kuppelungsriegel ist in einer centralen, parallel zur Längenaxe der Ausholschraube befindlichen Bohrung im Kopfe fk eine Spiralfeder kf gelagert, deren Federkraft mittels eines keilförmigen Drückers kd auf einem an der Innenseite des Kuppelungsriegels angebrachten, gleichfalls keilförmig gestalteten Ansatz übertragen wird. Je nachdem nun die Schneide des keilförmigen Drückers am Ansätze des Riegels rechts oder links zu liegen kommt, hat der Riegel die Tendenz, sich um ein geringes Maß nach links oder rechts zu verschieben;* * kommt nun beim Verschieben der Führungsschiene der oben angeführte Ausschnitt der Ausholschraube mit der Führungsnuth des Kuppelungsriegels in Übereinstimmung, so wird der letztere sich je nach der Tendenz, die seiner Verschiebung durch den federnden Drücker kd ertheilt wird, nach einer oder der anderen Seite aus seiner Mittellage verschieben und die Kuppelung zwischen Ausholschraube und Führungsschiene herstellen.
     Nach dem Vorstehenden ergibt sich nun mit Bezug auf die bereits erwähnten Bewegungsphasen der Führungsschienen der folgende Vorgang:
     a) Beim Bereitstellen des Apparates.
     1.) Ausholen der Führungsschiene. Nachdem die Ausholschraube rechtsgängig ist, so wird durch Drehen der Kurbel von rechts über oben nach links das Hinausschieben der Schiene erfolgen.
     Infolge der Anordnung des federnden Drückers hat hiebei der Riegel die Tendenz, sich von rechts nach links zu verschieben. Ist nun die Führungsschiene genügend weit ausgeholt, so tritt in diesem Momente der erwähnte Ausschnitt der Ausholschraube in Übereinstimmung mit der Führungsnuth des Kuppelungsriegels und dieser verschiebt sich um das zulässige Maß von rechts gegen links, wodurch er — wie früher erwähnt — Ausholschraube und Führungsschiene kuppelt.
     2.) Verdrehen der Führungsschiene. Wird nach erfolgter Kuppelung die Drehung der Ausholschraube im gleichen Sinne fortgesetzt, so kann die Führungsschiene nicht mehr weiter ausgeholt werden, sie wird vielmehr mit der Ausholschraube mitgedreht. Hat nun diese Drehung das Maß von 90° erreicht, so wird durch den Anschlag des Kuppelungsriegels mit seiner schiefen Stirnfläche an den verstellbaren Knopf b der Riegel im entgegengesetzten Sinne von links nach rechts, d. i. jetzt von unten nach oben (siehe punktierte Lage, Fig. 6) verschoben und die Kuppelung wieder gelöst.
     Durch entsprechende Höhenverstellung des erwähnten Knopfes b kann es leicht erzielt werden, dass diese Auslösung der Kuppelung genau dann erfolgt, wenn die Führungsschiene um 90° verdreht worden ist. Zur weiteren Begrenzung dieser Verdrehung und gleichzeitig zur Versicherung, dass ein Weiterdrehen der Ausholschraube im gleichen Sinne nicht möglich ist, dient der am Schienenkopfe fk angebrachte Anschlagbolzen b
1 (Fig. 4), welcher sich in diesem Momente gegen den hinteren Rand des Führungslagersattels l1 und einen rechts davon vorspringenden Ansatz anlegt.
     Durch diesen Anschlag ist demnach ein Weiterdrehen der Kurbel, beziehungsweise der Ausholschraube, verhindert und gleichzeitig dem Manipulierenden an der Kurbel ein Zeichen gegeben, dass die Führungsschiene die zum Zurückholen und Fixieren derselben nöthige Lage angenommen hat.
     3) Zurückziehen und Fixieren der Führungsschiene. Diese Bewegung der Führungsschiene wird dadurch bewirkt, dass mit der Kurbel ungefähr eine Viertelumdrehung von links nach rechts, d. i. im entgegengesetzten Sinne, zur früheren Drehungsrichtung vollführt wird.
     Bei diesem Zurückziehen der Führungsschiene um beiläufig 20 mm gleitet der Kuppelungsriegel mit seiner linken Stirnseite am Kopfe b und verschiebt sich hiebei infolge der keilförmigen Fläche dieser Stirnseite noch weiter um den Betrag von circa 5 mm, welche Verschiebung der segmentförmige Ausschnitt am Riegel noch zulässt, gegen rechts.
Bei dieser restlichen Verschiebung des Kuppelungsriegels passiert die Schneide des Keiles am federnden Drücker jene des keilförmigen Ansatzes am Riegel, wodurch die Verschiebungstendenz des letzteren, die früher von rechts nach links wirkte, nun umgekehrt von links nach rechts gerichtet ist.
     b) Beim Festmachen des Apparates.
     1) Beim Vorholen der Führungsschiene. Zum Vorholen der Schiene um den nöthigen Betrag, um sie aus dem Gabellappen des Mündungsstutzens auszulösen, wird die Kurbel — beziehungsweise die Ausholschraube — um beiläufig eine Viertelumdrehung von rechts über oben nach links gedreht. Dadurch erfolgt eine Verschiebung der Schiene, bis der Anschlagbolzen b wieder an den Sattel des Führungslagers anzuliegen kommt und damit — wie früher — das Zeichen gegeben ist, dass die Führungsschiene in der zum Aufwärtsdrehen erforderlichen Lage ist. Hiebei kommt wieder der Ausschnitt in der Ausholschraube mit der Führungsnuth des Kuppelungsriegels in Übereinstimmung, und der Riegel wird infolge seiner jetzigen Verschiebungstendenz von links nach rechts in den Ausschnitt einschnappen und so die Kuppelung zwischen Ausholschraube und Führungsschiene wieder herstellen.
     2.) Aufwärtsdrehen der Führungsschiene. Diese erfolgt durch Drehung der Kurbel von links nach rechts.
     Kommt die Führungsschiene dadurch in die zum Zurückholen bedingte Lage, so wird die Auslösung des Kuppelungsriegels in derselben Weise wie beim Abwärtsdrehen der Schiene dadurch bewirkt, dass die rechte abgeschrägte Stirnseite des Riegels an den gleichfalls verstellbaren Knopf b
2 anzuliegen kommt und den Riegel dabei von rechts gegen links verschiebt.                                                                                                                                                                                                                                      Der über diesem Anschlagknopfe b2 (Fig. 6) angebrachte federnde Daumen b3 hat den Zweck, ein durch die seitliche Schwerpunktslage der Führungsschiene eventuell mögliches, selbstthätiges Zurückdrehen der Führungsschiene im Momente der Auslösung des Kuppelungsriegels zu verhindern.
3.) Einholen der Führungsschiene. Eingeholt wird die Führungsschiene, indem die Kurbel nach erfolgter Aufwärtsdrehung der Schiene und Auslösung des Kuppelungsriegels im gleichen Sinne weitergedreht wird.
       Gleitet hiebei die keilförmige Fläche des rechtsseitigen Riegelarmes über den Anschlagknopf b
2, so wird hiedurch die Verschiebungstendenz des Kuppelungsriegels nach der ersterwähnten Richtung, d. i. von rechts nach links, gerichtet.
      Zur Fixierung der Führungsschiene in irgend einer Lage dient endlich eine Presschraube pr, die durch das hinterste Führungslager l
3 eingeschraubt ist.
       Die ganze Manipulation, deren Beschreibung infolge des Ineinandergreifens der verschiedenen Verrichtungen umständlich erscheint, ist in Wirklichkeit eine sehr einfache. Die Aus- und Einholvorrichtung der Führungsschiene arbeitet sehr exact, und erfordert das Aus- oder Einholen kaum mehr als 20 Secunden Zeit.


 Lancierdaten

     Ladung der Lancierpatrone: 2 Patronen a´60 gr 7 mm Pulver,
     Arretierung des Torpedos: 0
     Dauer der Arretierung: 0

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* Der am unteren Theile angegossene Rohrstutzen v diente seinerzeit zur Befestigung des Lancierventiles und ist gegenwärtig zwecklos. Die Öffnung des Lancierrohres wurde geschlossen.

 ** In Fig. 7 ist dieser keilförmige Ansatz in beiden Stellungen dargestellt.
 

Tafel XIV

 

 
 
 

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